DL/AL-093 – Suedliche Hammerspitze – 2260m

Abstract

September 13, 2016: 7:00 – 8:30 UTC

Rig: KX3 / 10W, 2200mAh LiPo, Palm Pico Paddle
Ant: inverted V up 7m on a GRP Pole

19 CW QSOs on 20m, 14 CW QSOs on 30m, 28 CW QSOs on 40m

‚Suedliche Hammerspitze‘ is  a rarely visited summit close to ‚Fiderepass- Huette‘ at the German- Austrian border. Its name depends on the valley you’re living. The Austrians call it ‚Schuesser‘, the Germans call it ‚Hammerspitze‘. To make it even worse, another summit nearby used to have the opposite name: ‚Schuesser‘ in Germany, ‚Hammerspitze‘ in Austria.
Since 2013 the official name is ‚Oberstdorfer Hammerspitze‘ while the summit nearby is called ‚Walser Hammerspitze‘. Maybe due to this confusion no one has activated the summit yet.

After a bumpy night at Fiderepass- Huette I started at 7:30 local time. The track leads up a slope, through a couloir (difficulty I-II) and ends in front of a wall of eight metres height. Somone put three iron rungs there years ago. They make it easy to climb.

Once everything had been neatly set up I checked the SWR – and it was way too high! Something must have been wrong but I couldn’t figure it out at first. Only after a close inspection of the BALUN it turned out that one leg of the dipol – still looking perfectly normal – was not properly connected. Luckily it could be fixed with my army knife – the only tool available.

At 7:00 UTC DL3TU/p was on the air. It was hard to find QSO partners in the beginning even though my call sign had been spottet by several RBN stations. Only after QSY to 40m the log started filling – again with many familiar call signs. Later I went back to 30m which contributed about a dozen QSOs. Finally I QSYed to 20m and was surprised to hear three VK- stations among the callers. It was quite astonishing hearing signals from down under that loud and clear. I surely didn’t expect the long path being open at that time any more.

Eventually the pile up abated and I went QRT. There was another adventure lying ahead: The passage to Hochgehrenspitze. Very exposed and hardly any marking. But it went surprisingly well (besides one bad howler) and from there the track was very easy. I continued to Walser Hammerspitze and further on to Kanzelwand. After lunch I headed for Fellhorn and from there, using the cable car, back into the valley.

It was a great adventure and lots of fun. Thanks for all the calls!

Tourenbericht

Die Südliche Hammerspitze ist ein wenig besuchter Gipfel unweit der Fiderepass- Hütte. Sie liegt zwischen Warmatsgund-  und Walsertal im deutsch- österreichischen Grenzgebiet. In manchen Wanderkarten hat sie zwei verschiedene Namen. Die Oberstdorfer nenen diesen Berg „Hammerspitze“, die Walser „Schüsser“.
Nicht weit entfernt liegt ein etwas niedrigerer Gipfel, der in den Tälern (und auch in den Wanderkarten) die jeweils andere Bezeichnung trägt. „Hammerspitze“ im Walsertal, „Schüsser“ auf der deutschen Seite.
Um Klarheit zu schaffen, wurde 2013 der Name „Oberstdorfer Hammerspitze“ eingeführt. Für den nahe gelegenen Schüsser ist die korrekte Bezeichnung nun „Walser Hammerspitze“. Ob’s etwas geholfen hat sei dahingestellt. Möglicherweise hat diese Sprachverwirrung potentielle Aktivierer bisher abgeschreckt. Es wäre ja auch zu dumm, wenn man nach der Aktivierung feststellt, dass man auf dem falschen Gipfel war…

Schon Anfang 2015 war mir aufgefallen, dass die  Südliche Hammerspitze noch nicht aktiviert wurde, aber es sollte noch über ein Jahr dauern bis es zu dieser Aktivierung kam. Wir waren eben aus Frankreich zurückgekommen, über Mitteleuropa lag ein stabiles Hoch und ich hatte noch ein paar Tage Urlaub. Der Familienrat war einverstanden, dass ich mich für zwei Tage in die Berge verabschiedete und das Tourenziel war schnell definiert:
Gemütliche Wanderung zur Fiderepass- Hütte,  am besten auf einem Weg, den man nächstes Jahr gleich mit der ganzen Familie gehen kann. Als Option Aktivierung des Fellhorns. Am nächsten Morgen dann Aktivierung der Südlichen Hammerspitze und Überschreitung sämtlicher Hammerspitzen mit Abstieg übers Fellhorn.

Das Fellhorn ist durch die gleichnamige Seilbahn sehr gut erschlossen. Seine Besteigung ist auf den gut ausgebauten Gipfelwegen von der Seilbahnstation recht einfach. Das führt dazu, dass sich bei gutem Wetter meist sehr viele Menschen am Gipfel aufhalten. Beim Anblick der Menschenmassen gab ich die geplante Aktivierung unverzüglich auf und wandte mich dem schönen Wanderweg zu, der auf halber Höhe über die Kühgundalpe zur Fiderepass- Hütte führt.

Die Hütte war zu meiner großen Überraschung ziemlich voll. Dabei dachte ich immer die Berge seien montags leer…
Nach einer unruhigen Nacht im voll belegten Matratzenlager begann um 7:30 Uhr Ortszeit der Aufstieg zur Hammerspitze – alleine. Alle anderen Übernachtungsgäste wollten entweder auf den Mindelheimer Klettersteig oder stiegen ins Tal ab.

Der Aufstieg im I. oder II. Schwierigkeitsgrad führt durch Schrofengelände und eine steile Rinne, in der man hin und wieder kräftig zupacken muss. Am Ende der Rinne wartet das „Schmankerl“: Eine knapp acht Meter hohe Wand, die ohne Hilfsmittel wohl den III. Grad verdient hätte. Vor Jahren wurde sie jedoch mit drei Eisenklammern entschärft und so fordert sie „nur“ noch etwas Mut und kräftige Oberarme.
Den 13 kg schweren Rucksack ließ ich für die Kletterei am Wandfuß zurück und holte ihn  – oben angekommen – mit einem eigens dafür mitgebrachten Seil hinterher.

Am Gipfel angelangt, erfolgte der obligatorische Eintrag ins Gipfelbuch, dann ging es an den Aufbau der Antenne. Wegen der beengten Platzverhältnisse wurde das Gipfelkreuz zur Halterung für den Antennenmast umfunktioniert.
Eigentlich hat sich der Mehrband- Dipol bei den letzten Aktivierungen gut bewährt, aber heute war etwas faul: Das VSWR lag weit über 3:1! Nach kurzer Fehlersuche zeigte sich, dass die Antennenlitze an einem Kabelschuh gebrochen und nur noch ein Arm des Dipols verbunden war. Sehen konnte man das von außen nicht, denn es war noch Schrumpfschlauch darüber. Glücklicherweise ließ sich der Schaden mit dem Taschenmesser notdürftig reparieren. Kurz nach 7:00 UTC war DL3TU/p auf 20m QRV.

Zunächst war die Nachfrage gering. Auf 20m kamen gerade 4 QSOs ins Log und auf 30m sogar nur ein einziges mit LA8BCA. Auf die Bitte mich zu spotten antwortete Terje „spot is in cluster“. Offenbar waren um diese frühe Uhrzeit noch nicht so viele Chaser an ihren Stationen. Nach QSY auf 40m kam etwas Schwung in die Aktivierung und das Log füllte sich. Nach erneutem QSY auf 30m lief es dann auch auf diesem Band besser. Am Ende staunte ich nicht schlecht über drei Anrufe aus VK auf 20m. 8:20 UTC schien mir für den Long Path sehr spät und obendrein hatte ich ja nur 10 Watt und einen niedrig aufgehängten Dipol. Dies war ein netter Abschluss der Aktivierung.
Als keine weiteren Anrufer zu hören waren machte ich QRT und packte zusammen. Es stand ja noch ein alpinisitsches Abenteuer an: Der Übergang zur Hochgehrenspitze. Dieser verläuft ohne nennenswerte Wegmarkierungen und ist bisweilen ziemlich ausgesetzt. Abgesehen von einem kleinen Schnitzer, den ich mit einer mühsamen Kraxelei ausbessern musste, war der Weg meist auf Anhieb zu finden. Nach etwa 45 Minuten erreichte ich das erst kürzlich erneuerte Gipfelkreuz der Hochgehrenspitze. Der weitere Weg zur Walser Hammerspitze und zur Kanzelwand war dann deutlich entspannter und bot viele schöne Blicke in beide Täler. Der „Abstieg“ erfolgte schließlich von der Fellhorn- Mittelstation mit der Bahn.

Es war eine wunderschöne Tour. Auch diesmal hat die Aktivierung wieder viel Spaß gemacht. Vielen Dank für die Anrufe!

 

 

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